Zeckenbiss

Wie Zeckenbisse durch Zecken zur Gefahr werden.

Fachinformationen zu Zecken: veröffentlicht von: Med. Anna Nilsson, aktualisiert 02.05.2014

Zeckenbisse betreffen jährlich viele Menschen – Zeckenstich.net informiert Sie umfassend zu Zecken und dem umgangssprachlichen Zeckenbiss – der keiner ist – den Zecken beissen nicht Sie stechen vielmehr. Wir informieren Sie zur Lebensweise und Artenvielfalt der Zecken und den Infektionskrankheiten Lyme-Borreliose und FSME Virus.

Themen zu Zecken-Erkrankungen:

Zecken die wichtigsten Fakten:

Zeckenbiss Symptome

Zeckenbiss Symptome

Hautschwellungen, Wanderröte und grippeartige Symptome können ersten sichtbaren Anzeichen nach einem Zeckenbiss sein. Die Symptome nach einem …

Zeckenbiss Bilder

Zeckenbiss Bilder

Zeckenbiss Bilder und Fotos können Ihnen anschaulich zeigen wie die Anzeichen eines Zeckenbiss aussehen. Wanderröte Bilder zeigen den Hautausschlag …

Zecken

Zecken

Erkunden Sie auf dieser Seite die Lebensweise und Artenvielfalt der winzigen Spinnentiere. Hirschzecke, Gemeiner Holzbock und südeuropäische …



Zecken & Zeckenbiss Aktuelle Themen und Erkrankungen


Wo Zecken leben und Gefahr droht.

Zecken kommen weltweit und auch in ganz Europa vor, die heutigen Klimaverhältnisse lassen Zecken fast ganzjährig aktiv sein. Zecken sind in den Städten genauso zu finden wie in Waldgebieten, Wiesen und Gärten, Sie können sogar auf Balkonen und Terassen vorkommen.

Photo by Scott Bauer via wikimedia.

Photo by Scott Bauer via wikimedia.

In den nördlichen und östlichen Bundesländern sind die Zecken 6 bis 10 % mit Borrelien infiziert im süd- und mitteldeutschen Gebieten liegt die Verseuchungsrate der Zecken mit Borreliose Bakterien bei 20 bis 30 %.

Zeckenbiss Symptome – Jetzt heißt es schnell handeln:

ACHTUNG: Zecken immer sofort entfernen!!!

  • die Borreliose Bakterien werden nicht sofort nach dem Zeckenbiss übertragen,
    da die Borrelien Bakterien im Magen-Darm-Trakt der Zecke leben
  • die ersten 12 Stunden zählen, danach ist das Infektionsrisiko am höchsten
  • Zecken nicht zerquetschen da dabei die Bakterien in die Wunde gelangen
  • bei roten Rändern um den Zeckenbiss oder unklare grippeähnliche Symptome
  • Zeckenbiss? Sofort Ihren Arzt darauf hinweisen!!

Zecken warten auf Spaziergänger

Auch im Jahr 2013 gilt es wieder “Vorsicht bei Spaziergängen in Wald und Flur” – Zeckenzeit ist fast das ganze Jahr, besonders aber in den Monaten Mai bis Oktober. Achten Sie da auf lange Kleidung beim Spazierengehen.

Info für die Hauptstadt: Zeckengefahr in Berlin

Zecken Hochsaison Juli – Oktober 2013 – Experten warnen bundesweit vor einem hohen Aufkommen von Zecken. Durch die feucht warmen Temperaturen und die ständigen Regenperioden vermehren sich die kleinen Tierchen sehr schnell. Ihr Biss verursacht die Übertragung gefährlicher Krankheitserreger.

Sommer 2013 – Zecken was wirklich hilft gegen den Zeckenbiss

Besonders in den Sommermonaten in denen Zecken Saison ist kommt es zu hunderten Zeckenbissen haben auch die freikäuflichen Zeckenmittel in Drogerien und Apotheken Hochkunjunktur.

Dabei gibt es die verschiedensten Zeckenschutzmittel – die meisten enthalten spezielle Duftstoffe und sollen dadurch Zecken abhalten. Die meisten dieser Zeckenmittel sind nicht sehr wirksam da Sie ständig wieder neu aufgetragen werden müssen und wenn dann nur für kurze Zeit wirken. Dermatologen halten diese Mittel nicht für ratsam, da Sie keinen verlässlichen Schutz bieten. Der beste und natürlichste Schutz vor einem Zeckenbiss ist das tragen von langen Hosen und hochgeschlossener Kleidung, sowie fester Schuhe. Damit können Zecken nicht an den Körper heran. Nach einem Wald- oder Gartenbesuch sollte immer ein Absuchen der Haut auf Zecken oder einen Zeckenbiss stattfinden.

Weitere sehr wirksame Zeckenmittel sind Mittel mit chemischen Wirkstoffen die großflächig auf Balkonen und Terassen eingesetzt werden können. Weitere Zeckenmittel

Zeckenbiss – Zeckengebiete

Ein erhöhtes FSME-Risiko haben die Zeckengebiete in Süddeutschland. Dazu zählen neben Baden-Württemberg und Bayern auch Teile von Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen sowie des Saarlands. Bundesweit besteht in 140 Land- und Stadtkreisen ein erhöhtes FSME-Risiko (Quelle: Karte der Risikogebiete, Robert-Koch-Institut, Stand: 20.04.2012).

Neue Zeckengebiete wurden aktuell in Baden-Württemberg (Stadtkreis Ulm), Bayern (Stadtkreis Kempten) und im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis) ausgewiesen. Außerhalb der Zeckengebiete wurden in Deutschland vereinzelt auch in Bundesländern wie Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen FSME-Fälle gemeldet. Eine Infektion mit dem Erreger kann also auch außerhalb der risikoreichen Zeckengebiete nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. weiterlesen: Zeckengebiete

Zeckenimpfung schütz vor Krankheiten durch einen Zeckenbiss

Viele Menschen zieht es im Frühjahr ins Grüne. Die Sonne scheint und die Natur erwacht zu neuem Leben. Die meisten vergessen dabei eine wichtige Sache: die Zeckenimpfung. Denn mit der Natur erwachen auch die Zecken, die den Menschen in Laub- und Mischwäldern sowie an Wiesenrändern auflauern, um sich an ihnen festzusaugen. Ein Zeckenbiss an sich ist nicht schlimm. Aber durch den direkten Kontakt können die beiden Krankheiten Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen werden. Eine entsprechende Zeckenimpfung ist daher von größter Bedeutung. weiterlesen: Zeckenimpfung

Zeckenbiss – die Krankheiten:

Achtung Infektionsgefahr mit Borreliose besteht in ganz Deutschland auch in Städten

Infektionszeitraum – Hauptzeit der Infektionen sind die Monate März – Oktober

Erkrankungen – 80.000 – 100.000 Borelliose Neuinfektionen pro Jahr

Borreliose Symptome – So erkennt man Borreliose- Borreliose Symptome

FSME wegen Zeckenbiss – Infos im Überblick:

Infektionszeitraum – Hauptzeit der Infektionen sind die Monate März – Oktober – was ist fsme

Risikogebiete – Baden-Württemberg, Südhessen und Bayern – Risikogebiete FSME Virus

Vorsicht vor versteckter FSME – die FSME Infektion wie eine leichte Grippe sein – FSME ymptome

FSME Meldepflichtige Infektionskrankheit – Gesundheitsämter informieren – Infos FSME

Zeckenimpfung ist bester Schutz – lesen Sie zur Zeckenimpfung

Der Zeckenbiss – eine ernst zu nehmende Sache

Sobald der Winter vorbei ist, die Temperaturen steigen und die Natur zu neuem Leben erwacht, lockt es viele Menschen hinaus in Wald und Flur. Doch mit dem lang ersehnten Frühling kommen auch zahlreiche Insekten, die mit Stichen und Bissen die Freude trüben.

Zu diesen Insekten gehören die Zecken, die sich gerne in Wäldern, Gärten und auf Wiesen aufhalten. Zecken haben die Größe eines Stecknadelkopfes und halten sich in der Nähe des Bodens auf. Oftmals gelangen diese kleinen Insekten beim Wandern oder Picknick unbemerkt unter die Kleidung. Dort suchen sie sich eine geeignete Hautstelle, um an das menschliche Blut zu gelangen. Im Gegensatz zum Mücken- oder Wespenstich schmerzt ein Zeckenbiss nicht, da die Zecke mit dem Biss ein betäubendes Sekret absondert. Daher empfiehlt es sich, nach der Wanderung, Gartenarbeit oder dem Picknick den ganzen Körper nach einem Zeckenbiss abzusuchen.

Der richtige Schutz vor Zecken

Zecken sitzen im Gras und Unterholz sowie in Büschen und springen beim Vorbeigehen auf ihren Wirt – dem Menschen über. Lange Hosen, Hemden sowie festes Schuhwerk sind selbst bei hochsommerlichen Temperaturen eine geeignete Maßnahme, um sich vor einem Zeckenbiss zu schützen.

Helle Kleidung ist vorzuziehen, um eine Zecke sofort zu erkennen. Einen weiteren Schutz stellen die zahlreichen Zeckenschutzmittel dar. Die gewöhnlich auf chemischer Basis wirkenden Stoffe halten laut Angaben der Hersteller die Zecken für bis zu acht Stunden auf Distanz. In der Praxis bieten diese Stoffe nur für wenige Stunden einen verlässlichen Schutz. Auch ätherische Öle schützen nur für kurze Zeit vor einem Zeckenbiss. Diese Mittel führen bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen und der starke Eigengeruch ist störend.

Ein Zeckenbiss ist nicht ungefährlich

Ein Zeckenbiss ist zwar keine schmerzhafte Sache, doch sind die kleinen Zecken in der Lage, gefährliche Krankheiten zu übertragen. An erster Stelle steht die Borreliose, eine durch Infektion hervorgerufene Krankheit, die den gesamten menschlichen Körper einschließlich des Nervensystems befallen kann. Eine Infektion erfolgt durch die Borrelien, die sich im Mitteldarm der Zecke befinden und erst mehrere Stunden nach einem Zeckenbiss in das menschliche Blut gelangen. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist ein Impfschutz gegen die Borreliose unbekannt.

Im Frühstadium ist die Krankheit mit Antibiotika in Tablettenform gut therapierbar. Bleibt die Borreliose unbehandelt, kann es im weiteren Verlauf zu Entzündungen der Gelenke, des Herzmuskels und im schlimmsten Fall des Gehirns kommen. Allerdings sind nicht alle Zecken mit dem gefährlichen Borreliose-Erreger infiziert, sodass ein Zeckenbiss nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung führen muss.

Eine weitere, per Zeckenbiss übertragbare und für den Menschen gefährliche Erkrankung ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Hierbei handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, die mit grippeähnlichen Symptomen wie hohes Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen ihren Anfang nimmt. Im Gegensatz zur Borreliose ist die FSME regional unterschiedlich stark verbreitet. Besonders die waldreichen Regionen in Mittel- und Süddeutschland wie Thüringen, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg und Österreich besitzen ein erhöhtes Risiko.

Gegen die FSME-Erkrankung gibt es einen wirksamen Impfschutz, deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. Bei Urlaubsreisen in FSME-Gebiete ist eine Immunisierung des Körpers mittels FSME-Schutzimpfung zu empfehlen.

Was tun nach einem Zeckenbiss?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich ein Zeckenbiss nicht immer vermeiden. Oftmals merken die Betroffenen nicht einmal den Biss, da im Gegensatz zu anderen Insekten keine Schmerzen auftreten. Da eine Infektion mit dem gefährlichen Borreliose-Erreger erst etwa 24 Stunden nach dem Zeckenbiss erfolgt, empfiehlt sich eine sofortige Entfernung der Zecke.

Dafür eignen sich kleine Pinzetten, mit denen sich die Zecken vorsichtig entfernen lassen. Ein Vereisungsspray kann den Vorgang wesentlich erleichtern. Dabei ist ein Quetschen der Zecke zu vermeiden, um eine Infektion mit Borrelien zu vermeiden. Gleiches trifft auf das Anwenden von Ölen und Klebstoffen zu, um die Zecke zu greifen.

Nach einem Aufenthalt in der Natur empfiehlt es sich, den gesamten Körper nach einem Zeckenbiss abzusuchen. Die kleinen Zecken bevorzugen zarte Hautstellen in Achseln, Kniekehlen, Armbeugen und im Genitalbereich. Nach dem Entfernen ist es sinnvoll, die Bissstelle zu desinfizieren und anschließend eine Zeit lang zu beobachten. Die Symptome einer Borreliose oder FSME treten frühestens eine Woche, manchmal erst nach Monaten nach einem Zeckenbiss auf.

Die Wanderröte – ein ernst zu nehmendes Signal

In aller Regel heilt ein Zeckenbiss innerhalb weniger Tage aus. Tritt jedoch frühestens nach einer Woche die sogenannte Wanderröte auf, empfiehlt sich der Gang zum Hausarzt. Diese Wanderröte, die anfangs vier Zentimeter groß ist und pro Tag um bis zu drei Millimeter zunimmt, ist ein Anzeichen auf eine mögliche Borreliose-Erkrankung. Außerdem gilt es, nach einem Zeckenbiss auf folgende Symptome zu achten:

  1. Abgeschlagenheit,
  2. hohes Fieber,
  3. Kopfschmerzen sowie
  4. ein allgemein schlechtes Wohlbefinden.

Diese Symptome können Wochen oder Monate nach einem Zeckenbiss auftreten. Daher empfiehlt es sich, den Hausarzt gezielt auf den Zeckenbiss hinzuweisen, die Symptome einer Borreliose sind nicht eindeutig. Je früher deren Diagnose und Behandlung erfolgt, umso größer sind die Chancen auf eine vollständige Ausheilung und das Vermeiden von Spätfolgen. Anfangs genügt eine Therapie mit Tabletten, im fortgeschrittenen Stadium ist eine aufwendige intravenöse Behandlung mit Antibiotika erforderlich.

Durch umsichtiges Verhalten lässt sich ein Zeckenbiss zwar nicht verhindern, die Gefahr einer möglichen Folgeerkrankung reduziert sich auf ein Minimum.

Der im Frühjahr bis Herbst gefürchtete Zeckenbiss

Nach einer langen Winterpause sehnt sich jeder Mensch nach dem Frühling. Spätestens, wenn draußen wieder alles grünt und blüht, zieht es den einen oder anderen hinaus in die Natur. Doch mit dem Frühling kommen auch die Zecken, die in der Umgangssprache auch als Holzböcke bezeichnet werden und kaum größer als der Kopf einer Stecknadel sind. Sie lauern in Parks, Gärten und Wäldern und sowie das Thermometer sieben Grad und mehr anzeigt, werden sie aktiv und saugen mit einem Zeckenbiss Blut aus ihren Opfern.

Ein Zeckenbiss wird oftmals gar nicht bemerkt – viele Ärzte erkennen den Zeckenbiss nicht!

Im Gegensatz zu einem Mücken- oder gar Wespenstich wird ein Zeckenbiss in der Regel gar nicht bemerkt, da die Zecke ein Sekret absondert, das die Einstichstelle betäubt. Erst nach Abklingen der Betäubung stellen sich erste Anzeichen wie Jucken, selten auch ein Brennen ein.

Oft führt ein Zeckenbiss auch zu einer Schwellung und Rötung der Haut. In der Regel verschwinden die Symptome jedoch nach wenigen Tagen. Das Tückische an einem Zeckenbiss ist die Übertragung von gefährlichen Krankheiten wie der Borreliose und der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auf den Körper. Beide Krankheiten können nach einem Zeckenbiss noch lange Zeit im Körper schlummern, ehe sie zum Ausbruch kommen.

Gefährdet ist jede Person, die sich im Frühjahr und Sommer in der freien Natur aufhält. Die Zecken sitzen meistens im Gras und Unterholz oder auch in Büschen und können bereits im Vorbeigehen auf den Menschen überspringen. In bestimmten Regionen wie in Bayern, in Teilen Thüringens und Sachsens und auch in Österreich ist die Gefahr, an einem Zeckenbiss zu erkranken, besonders hoch. Betroffen sind in erster Linie Forstarbeiter und Landwirte, aber auch Urlauber und Freizeitsportler. Selbst bei der Gartenarbeit im heimischen Garten kann man sich durch einen Zeckenbiss mit der FSME und Borreliose infizieren.

Nicht jede Person mit einem Zeckenbiss muss an FSME oder Borreliose erkranken, das Risiko hängt unter anderem von der Region und der eigenen körperlichen Verfassung ab. Gegen die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis gibt es aktuell einen Impfstoff und jeder, der in ein FSME-Gebiet reist, ist gut beraten, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Eine Immunisierung des Körpers gegen die Borreliose mittels Impfung ist allerdings noch nicht möglich.

Verlauf nach einem Zeckenbiss

Die Zecke kann auf alle unbekleidete Körperteile wie den Armen, dem Gesicht und Oberkörper oder auch den Beinen gelangen. Durch die betäubende Wirkung wird ein Zeckenbiss meistens nicht sofort bemerkt, sodass sich die Zecke mit Blut vollsaugen kann.

Trägt die Zecke FSME- oder Borrelioseerreger in sich, so infiziert sie auch die jeweilige Person. Zwischen dem Zeitpunkt einer Infektion und dem Ausbruch der Krankheit können mehrere Wochen liegen, sodass diese oftmals nicht mehr mit dem Zeckenbiss in Zusammenhang gebracht wird.

In vielen Fällen verläuft ein Zeckenbiss ohne besondere Symptome. Manchmal treten aber auch Beschwerden wie:

  •  Abgeschlagenheit,
  •  leichtes Fieber,
  •  Schwindel,
  •  Kopfschmerzen sowie
  •  Magen-Darm-Beschwerden

auf. In den überwiegenden Fällen legen sich die Symptome nach kurzer Zeit wieder. Manchmal geht die FSME nach einer beschwerdefreien Woche in die gefährliche Phase über, in der die FSME-Viren das zentrale Nervensystem schädigen sowie eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis) hervorrufen. Beide Krankheiten werden durh den Zeckenbiss hervorgerufen und sind äußerst gefährlich und bedürfen einer umfangreichen Therapie. Neben Störungen des Bewusstseins treten Lähmungen auf oder die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, ihre Bewegungen zu koordinieren.

Borreliose nach einem Zeckenbiss

Im Gegensatz zur FSME gibt es für die Borreliose bis jetzt noch keinen Impfstoff. Die Krankheit selbst verläuft in drei Stadien und kann sich über Jahre hinziehen, eine Behandlung mit Antibiotika ist jedoch möglich.

Im ersten Stadium tritt wenige Tage nach dem Zeckenbiss eine Rötung der Haut auf, die sich ringförmig nach außen erweitert und allmählich verschwindet (Wanderröte). Aber auch Fieber sowie Gelenk- und Muskelschmerzen können auf eine Borreliose hindeuten. Das zweite Stadium, das Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss eintritt, ist von Symptomen wie Lähmungen, Müdigkeit und Empfindungsstörungen begleitet. Das dritte Stadium tritt oftmals erst nach Monaten oder gar Jahren nach dem Zeckenbiss ein und ist von Schmerzen in den Gelenken geprägt. Eine Schädigung von Haut und Gehirn sowie spätere Folgen sind nicht auszuschließen.

“Wanderröte” nach einem Zeckenbiss ist immer verdächtig

Wer sich viel in der freien Natur aufhält, vor allem in den sogenannten Zeckengebieten, sollte die folgenden Punkte beachten, um einen Zeckenbiss und die damit verbundenen Komplikationen nach Möglichkeit zu vermeiden. Dazu gehören:

Tragen von langen Hosen und langärmeligen Hemden,

selbst bei sommerlichen Temperaturen, diese Bekleideung schützt vor dem Zeckenbiss

Verwendung von Insektensprays sowie Schutzimpfung gegen FSME

Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollte der gesamte Körper nach einem Zeckenbiss abgesucht werden. Zecken können auch unbemerkt unter die Kleidung gelangen, weshalb ein Zeckenbiss auch an bedeckten Körperteilen nicht auszuschließen ist.

Je länger die Zecke auf der Haut verbleibt, umso tiefer bohrt sie sich in das Gewebe ein und die Gefahr einer Infektion steigt rapide. Daher muss ein Zeckenbiss zeitnah behandelt werden. Eine Zecke sollte immer langsam und vorsichtig mit einer spitzen Pinzette herausgezogen werden, wobei die Mundwerkzeuge unbedingt mit entfernt werden müssen. Anschließend ist die Stelle um den Zeckenbiss zu desinfizieren und möglichst bald ein Arzt aufzusuchen.

NEWS: Sommerzeit – Zeckenzeit

Unerkannt und leise werden die kleinen Blutsauger bei wärmer werdender Sonneneinstrahlung im Frühling aktiv, sie haben im Sommer Ihre Hauptsaison und sind noch bis in den warmen Oktober unterwegs. In dieser Zeit häufen sich auch die Krankheitsfälle. Meist bemerkt man die Zeckenbiss Symptome erst nach einiger Zeit, da die Zecke beim Einfringen in die Haut ein betäubendes Gift abgibt, dann heist es schnell handeln, von der ersten Infektion bis zu den ersten Symptomen kann bis zu 2 Wochen vergehen.

Neue Zeckenarten bedrohen unsere Haustiere

Auwaldzecken (Dermacentor reticulatus) dringen immer häufiger in unsere Regionen ein. Die zu den Buntzecken gehörende Auwaldzecke ist ein gefährlicher Überträger der Hundemalaria und kommt Ursprünglich in Ungarn, Österreich und Norditalien vor. Dort lebt Sie meist in feuchteren Gebieten wie Auwäldern und Mooren. Vermutlich wird diese Zeckenart durch Hunde eingeschleppt. Durch das häufigere Vorkommen ist auch die Zahl der Hundemalaria Fälle gestiegen. Die Auwaldzecke befällt vorwiegend Tiere wie Hunde, Pferde, Schafe und Rinder und überträgt die gefährliche Babesiose – die sogenannte Hundemalaria. weiterlesen: Zecken bei Hunden

Wie kommen Borrelien in die Zecke

Die Borrelien Bakterien werden beim Blusaugen aus dem infizierten Wirt aufgenommen und bei der nächsten Blut-Mahlzeit wieder an den neuen Wirt weitergegeben. Die Borrelien Erreger leben bis dahin im Magen-Darm Trakt der Zecke und werden bei einem Biss nicht sofort weitergegeben.

Borrelien Erregerreservoir: – kleine Nagetiere und kleinere Vogelarten

Wie findet die Zecke Ihren Wirt?

Zecken haben an den vorderen Beinen ein hochsensibles Sinnesorgan, das sogenannte Hallersche Organ, damit können Sie Ihre potenziellen Wirte erspüren. Sie reagieren dabei auf Erschütterungen, Wärme, Schweiß und ausge-atmetes Kohlendioxid.

Wenn die Zecke aber einen Wirt im Visier hat geht alles blitzschnell, sie klammert sich an alles was sie streift, oder lässt sich fallen, dabei bleibt sie leichter an haarigen Fell oder Haut hängen. Wenn Sie ihren Wirt befallen hat, wandert sie in ruhe bis sie einen versteckten weichen Platz für Ihre Blut-Mahlzeit gefunden hat.

Zecken auch in der Kälte aktiv

Neue Studien aus den USA und der Schweiz zeigen das mit Krankheitseregern ( Borrellien) infizierte Zecken auch in für Zecken extremen Temperaturen wie Kälte sehr gut überleben können. So fanden amerikanische Forscher heraus das Schildzecken die mit Borrelien infiziert sind ein Enzym bilden das Sie gegen Frost schützt. Durch dieses Antifrost-Schutzenzym können Sie auch in kälteren Monaten überleben. Das bedeutet das ein ganzjähriger Zeckenschutz immer wichtiger wird, dies gilt sowohl für den Schutz von Haustieren wie Hunden und Katzen, wie auch für die Krankheitsgefahr für den Menschen.

Lebensweise und Erkrankungsgefahren

Zecken Larven Zecken Nymphe Zecke Ausgewachsen leer Zecke Ausgewachsen voll

Larvenstadium

~ 0,004cm

Nymphstadium~ 0,1cm ausgewachsenSchildzecke (leer) ~0,5cm ausgewachsenSchildzecke (voll) ~ 1cm

Welche Krankheiten übertragen Zecken

1. Lyme-Borreliose, durch Borrelien-Bakterien,
verursacht neurologische- und Organschäden
2. FSME, Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis,
durch FSME Viren, verursacht Hirnhautentzündung und neurologische Schäden.
3. Tularämie, durch Erreger Francisella tularensis
4. Listeriose, durch Erreger Listeria monocytogenes 5. Rickettsiosen

Lyme-Borreliose durch Zeckenbiss

Wir informieren zur Infektionskrankheit Lyme-Borreliose durch Borrelien Bakterien die durch Zecken auf den Menschen übertragen werden. Die Multisystem- erkankung löst in drei Phasen gefährliche Symptome aus in dem die Borreliose Bakterien das Nervensystem und die Gelenke angreifen.

Krankenbericht von Familie Winter, deren 2 Töchter mit einer unerkannten Borreliose kämpften > Krankenbericht Borreliose

Neue Borreliose Therapie zur Zeit laufen Test zu einem neuen Therapieansatz gegen Borreliose. Borreliose Behandlung

Borreliose Risikogebiete können nicht klar abgetrennt werden, überall wo Zecken leben besteht die Gefahr einer Borreliose Infektion. Unsere Grafik zeigt die ungefähre Zeckendichte, diese kann genau wie die Anzahl infizierter Tiere sehr schwanken. Die dunkleren gelben Kreise zeigen ein erhötes Zeckenvorkommen aus.

Zur Sicherheit kann davon ausgegangen werden das in ganz Deutschland eine Infektionsgefahr mit Borreliose besteht. Erst ab einer Gebietshöhe von ca. 1000m sinkt das Zeckenbiss Risiko, da die Tiere dort nicht mehr überleben können.

Die Borreliose wird oftmals zu spät diagnostiziert und kann dann im fortgeschrittenen Stadium chronisch Beschwerden auslösen.

In Deutschland erkranken jährlich über 100.000 Menschen an Borreliose.

Schildzecken – der Holzbock

Schildzecken (lat. Ixodoidae) zählen zur Gattung der Milben, dies ist eine Untergattung der Spinnen. Der FSME Virus wird durch Schildzecken übertragen, auch gemeiner Holzbock genannt. Schildzecken erkennt man an den besonders hervorstehenden Mundwerkzeuge. Schildzecken sind blutsaugende Parasiten. Sie leben vom Blut Ihres Wirtes und befallen alle Wirbeltiere, wobei Zecken nur 3 Prozent Ihrer Lebenszeit (bis zu 9Jahren) auf einem Wirt leben. Zecken können die Hauptzeit IhresLebens ohneNahrung verbringen und jederzeit in eine Winterruhe fallen. Wenn die weibliche Zecke vollgesogen Ihren Wirt verlässt legt Sie bis zu 1000 Eier.

Wo leben Schildzecken?

Schildzecken leben in ganz Europa und bevorzugen Gebiete mit hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme. Sie leben vorallem in Gebiten mit hohem Gebüsch und hohen Gräsern, gern auch in Wäldern mit Unterholz. Zecken bevorzugen eine Aufenthaltshöhe von 1,50 dies ist die ungefähre Größe Ihres Wirtes, auf diesen Sie sich dann beim Streifen übertragen. Die allgemeine Meinung das Zecken von Bäumen fallen stimmt nicht.

Wie saugen Schildzecken?

Die Zecke sondert vor dem Eindringen Ihrer Mundwerkzeuge ein Sekret ab, das aus einem Gerinnungshemmer zum besserem Blutfluss, einem Klebstoff zur Verankerung und einem Entzündungshemmer zur Aktivierung des Immunsystems, besteht. Wenn die Zecke genügend Blut aufgenommen hat kann Sie eine Größe von bis zu 3 cm erreichen.

Wo kommen Zecken häufig vor

Achten Sie besonders in den gefährdeten Standorten auf Zecken. Zecken die aktiv und auf Wirtsuche sind befinden sich im allgemeinen auf 0,5m bis 1m bis höchstens 1,5m Höhe. Wenn die Zecken nicht aktiv sind leben Sie direkt am Boden.Kontrollieren Sie sich und Ihre Kinder nach einem Aufenthalt in:

Wald und Parks mit Untergehölz, Zecken
bevorzugt im Laubwald

Waldränder und Lichtungen mit hohem
Grasbewuchs

Zeckenbiss ?
Zecken beißen nicht – sie stechen!

Umgangssprachlich wird immer vom Zeckenbiss gesprochen, auch in unserem Ratgeber sprechen wir von Biss der Zecke, was aber technisch gesehen nicht ganz richtig ist. Wenn die Zecke auf Ihrem Wirt sitzt und eine geeignete Stelle gefunden hat beginnt Sie die Haut mit den unter einem schützenden Futteral liegen Stechzangen aufzusägen. Dies wird auch cheliceren genannt. Wenn die Zecke beißen würde, müsste Sie 2 Kiefern haben, nur mit Unter- und Oberkiefer würde man von einem Beißprozess sprechen. Wenn Sie die oberen Hautschichten aufgesägt hat, sticht die Zecke mit ihrem Saugrüssel in die Haut und saugt das Blut heraus.

Was ist der FSME Virus?

Die FSME Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch den Erreger – das FSME-Virus ausgelöst.
Das FSME Virus ist ein humanpathogenes Virus und zählt wie andere bekannte Viren zur Familie der Flaviviridae.

 

 

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