Was hilft bei Zeckenbiss?

veröffentlicht von: Med. Anna Nilsson

Viele Menschen sind unsicher – Was hilft bei einem Zeckenbiss? Ein Zeckenbiss bedarf grundsätzlich einer Behandlung. Anderenfalls endet er in schwerwiegenden Krankheiten mit Folgen. Nach einem Zeckenbiss gilt es, die Zecke zu entfernen und auf Erreger zu achten.

Nach dem Zeckenbiss – sofort handeln!

Borreliose

Zecken gehören zu den Milbentieren. Es handelt sich um blutsaugende Parasiten, die für den Menschen als Überträger von Krankheiten eine Gefahr darstellen.

Die Tiere ernähren sich vom Blut der Wirte. Befinden sie sich auf einem Menschen, ist er der Wirt. Bekanntheit erlangt die Zecke durch ihre Übertragung der Krankheit Borreliose.

Effektive Mittel bei einem Zeckenbiss

Anders als die meisten Menschen denken, beißen Zecken nicht, sondern stechen. Ihnen fehlen für Bisse beide Kieferteile. Folgend Abfolge von Handlungen hilft bei einem Zeckenstich.

Menschen reagieren auf Zecken regelmäßig falsch. Entgegen der landläufigen Annahme handelt es sich nicht um Springtiere. Die Zecken sitzen in bis zu einem Meter hohen Gras. Von dort kriechen sie auf ihren Wirt und springen nicht von Bäumen oder Pflanzen. Dabei überwinden sie mühelos Kleidung und Schuhe.

Ein Tuch über der Hose hilft, einen Zeckenstich zu vermeiden. Der Stich selbst ist keine Gefahr. Diese ergibt sich aus den Erregern, die sich in und an der Zecke befinden. Der richtige Umgang mit einem Stich und den Tieren verläuft in mehreren Schritten.

Entdecken, entfernen – das hilft bei einem Zeckenstich

Entdeckt der Patient eine Zecke, entfernt er diese sobald wie möglich. Dabei gilt es, Folgendes bereitzustellen:

  • Pinzette,
  • Tupfer oder anderes sauberes Wischmaterial,
  • Alkohol oder Jodsalbe.

Der Betroffene entfernt die Zecke vorsichtig. Dabei zerquetscht er sie nicht. Borreliose-Erreger und andere befinden sich im Darm und Sekret der Zecke. Beim Zerquetschen tritt dieses aus und beschleunigt eine Infektion des Befallenen. Nach der Entfernung der Zecke sucht der Betroffene den Körper nach weiteren Zecken ab. Nach einem Waldspaziergang oder einem vergleichbaren Aufenthalt im Freien befinden sich regelmäßig mehrere Tiere am Körper.

Besteht eine Warnung vor Krankheiten wie Borreliose oder FSME empfiehlt es sich, das Tier auf diese Erreger zu untersuchen. Mediziner nehmen dies vor. Bis zur Infektion vergehen mehrere Stunden. Aus diesem Grund beugt der Patient nach der Identifikation des Erregers am Tier mit einer Impfung gegen FSME vor.

Die Einstichstelle säubert der Betroffene nach dem Entfernen des Tieres mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe. Auf diese Weise bleiben weitere Erreger aus und die Wunde heilt. Zur Zeit des Einstichs spürt der Betroffene keinen Schmerz, da die Zecke ein Betäubungsmittel injiziert. Lässt dessen Wirkung nach, schwillt die Einstichstelle an. Rötungen sind eine normale Folge. Kühlung hilft bei einem Zeckenstich und Schwellungen.

Zecken entfernen im Detail

Nach dem Entdecken des Stiches ist Eile notwendig. Halten sich Personen regelmäßig im Freien auf, lohnt sich die Anschaffung einer Zeckenzange. Pinzetten bieten ähnliche Sicherheit. Eine Zeckenkarte hilft bei einem Zeckenstich ebenfalls. Bei der Suche nach weiteren Stichen richtet der Betroffene sein Augenmerk auf die Achselhöhlen sowie Kniekehlen und andere schwer zu erreichende Stellen. Verbleibende Zeckenköpfe oder Rüsselteile sind unproblematisch. An ihnen haften keine Erreger.

Zusammenfassend besteht der korrekte Umgang mit einem Zeckenstich aus dem Auffinden, dem Entfernen der Zecke und der Nachbehandlung. Erreger kommen bei unter zehn Prozent der Zeckenstiche vor. Dennoch gilt ihnen besondere Vorsicht.

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