Wanderröte

Bei einem Erythema migrans – eher unter Wanderröte bekannt – rötet sich die Haut. Diese Hautirritation erscheint frühestens eine Woche nach einem Zeckenbiss. Die Wanderröte ist meist schmerzlos und juckt selten.

Quelle Selfmade at myself, www.jostjahn.de Urheber Jost Jahn (JostJahn 14:09, 1 August 2005 (UTC)), www.jostjahn.de

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Urheber Jost Jahn (JostJahn 14:09, 1 August 2005 (UTC)), www.jostjahn.de

Wanderröte erkennen:

Anfangs ist sie zumindest vier Zentimeter groß. Die Wanderröte vergrößert sich täglich um ungefähr drei Millimeter und wird maximal 30 Zentimeter groß. Die Oberhaut ist nicht davon berührt. Aus diesem Grund liegen keine Schuppungen vor. Im Fall einer Wanderröte fließen sowohl Lymphozyten als auch Plasmazellen durch die Haut. Dem Betroffenen ist zu empfehlen, mittels Fotos die Wanderröte zu dokumentieren.

Wanderröte Bilder

Wanderröte als Spätfolge eines Zeckenstichs mit Borrelioseinfektion: Das Bild zeigt die Wanderröte ein typisches Symptom einer Borreliose Infektion nach einem Zeckenbiss

Erythema-motilans

Zeckenbiss Symptom Wanderröte Bild Urheber: von Jost Jahn (JostJahn 14:09, 1 August 2005 (UTC)), www.jostjahn.de (Selfmade at myself, www.jostjahn.de) [CC-BY-SA-2.0-de http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Die ersten Symptome treten bei der Mehrheit auf

Die Wanderröte tritt bei etwa 70 bis 80 % der infizierten Personen auf. Sie erscheint meist an der Stelle des Zeckenbisses nach einer Verzögerung von maximal 30 Tagen. Die Wanderröte fühlt sich warm an.

Sie ruft zeitweise Läsionen auf einen beliebigen Körperbereich hervor. Die Wanderröte ist ein Hautausschlag, der einen Kreis um den Zeckenstich bildet. Einige Personen leiden unter grippeähnlichen Symptomen durch den Ausschlag. Andere beklagen Fieber, sind müde und haben einen steifen Nacken oder ein allgemeines Gefühl, krank zu sein. Diese frühen Symptome dauern vier bis sechs Monate an.

Zeckengebiete in Deutschland und Europa

ZeckengebieteSpäte Symptome kommen und gehen

Sofern die von Wanderröte befallenen Personen frei von frühenSymptomen sind, erleiden sie möglicherweise spätere Krankheitszeichen. Dazu zählen Schwindelgefühl, Gelenkschmerzen, Störungen des Nervensystems oder chronischer Gedächtnisverlust. Die späten Symptome verschwinden und tauchen schlimmstenfalls nach Jahren wieder auf.

Die Behandlung benötigt teilweise bis zu vier Jahre, bis sie erfolgreich ist. Dennoch besteht eine Rückfallgefahr.

Vorbeugende Handlungen sind penibel auszuführen

Es gibt viele Maßnahmen, um einen Zeckenbiss und die daraus resultierende Wanderröte zu vermeiden. Zur Prävention meiden die Menschen waldreiche Gebiete.

Sie tragen langärmelige Hemden und lange Hosen. Es ist ratsam, eine speziell entwickelte Jacke mit Zeckenschutz zu erwerben. Besonnene Personen entfernen Pinsel, Holz und Laub auf ihrem Grundstück und der häuslichen Umgebung. So vermeiden sie, dass Zecken einen Platz zum Leben finden. Es ist ein Impfstoff gegen Lyme-Borreliose – eine durch Zecken übertragbare Krankheit – verfügbar. Bluttests sind möglich, um das Leiden zu diagnostizieren. Zudem offenbart eine Lumbalpunktion die Krankheit. Bei einer Lumbalpunktion entnimmt der Fachmann Flüssigkeit, die das Rückenmark umgibt. Eine Tomografie zeigt Gehirnmuster, die angeben, ob die Lyme Krankheit das zentrale Nervensystem befallen hat.

Einen Arzt aufsuchen, um sicherzugehen

Manchmal verwechseln Personen die Wanderröte mit einer Schuppenflechte. Die Rücksprache mit dem Arzt hilft, die Symptome zu erkennen und eine korrekte Diagnose zu erhalten. Einige Personen denken, frei von Lyme-Borreliose zu sein, weil sie zu den 20 Prozent der Personen gehören, die von einem Ausschlag verschont blieben. Menschen ist zu raten einen Arzt zu konsultieren, sofern sie andere Symptome wahrnehmen.

Patienten achten auf viele Dinge während der Behandlung

Sofern Ärzte mithilfe der Patienten das Leiden früh erkennen, behandeln sie die Krankheit mit Antibiotika. Zu den alternativen Medikamenten gehört Bienengift. Sofern der Betroffene die Wanderröte mit Salben behandelt, wirkt die Methode zwar gegen den Hautausschlag, doch die Lymekrankheit schreitet voran.

Sofern die Phase der Wanderröte anhält, sind die Arzneimittel und Immunsystem wirksam. Die Behandlung dauert an, obwohl der Hautausschlag verschwindet. Das Antibiotikum hängt vom Alter und den Zustand des Patienten ab. Besonders bei Kindern, Schwangeren und Allergikern ist auf die Dosis zu achten. Sofern Komplikationen auftreten, während Patienten die Antibiotika einnehmen, ist umgehend der Arzt aufzusuchen.

Negative Begleiterscheinungen mindern die Patienten teilweise durch Sauermilchprodukte wie Joghurt. Sofern der Arzt seine Patienten mit dem Antibiotikum Doxycyclin behandelt, sind kalziumhaltige Lebensmittel wie Milchprodukte und Käse zu vermeiden. Zudem ist von übermäßigem Sonnenlicht und der Sonnenbanknutzung abzuraten.

Neben der Antibiotikabehandlung ist eine gesunde Lebensführung für den Heilungsprozess förderlich. Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung ist ebenso ratsam wie ausreichender Schlaf. Während die Betroffenen die Konsequenzen des Zeckenbisses behandeln, ist zu empfehlen, das Rauchen zu unterlassen. Das Nikotin hemmt die Durchblutung des Gewebes und die Abwehr der Bakterien.

veröffentlicht von: Med. Anna Nilsson,

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