Zeckenbiss im Genitalbereich

Gefahren durch Zeckenbiss im Genitalbereich?

Ist der Winter vorbei, beginnt in den meisten Gegenden Deutschlands die Zeit der Zecken. Gefürchtet als Überträger von Borreliose und FSME stellen sie eine viel diskutierte Plage für Wanderer, Sonnenbadende und alle übrigen Menschen, die sich im Freien aufhalten, dar. Zecken beißen sich an bevorzugten Stellen fest. Eine für die Betroffenen peinliche und unangenehme Situation entsteht durch einen Zeckenbiss im Genitalbereich.

Zeckenbiss am Kopf

Beliebtes Zielgebiet für Zecken: der Genitalbereich

Eine Zecke, die nach einem menschlichen oder tierischen Wirt Ausschau hält, beißt sich nicht sofort fest. Es dauert mehrere Stunden, bis sie sich für eine Stelle entscheidet. Bis dahin wandert sie umher und sucht sich einen optimalen Platz.

Als beliebte Ziele dienen versteckte, gut durchblutete und warme Hautpartien wie Achselhöhlen, Armbeugen und Genitalien. Der Oberschenkel- oder Bauchbereich sind bevorzugte Ansatzpunkte – bis zum Genitalbereich ist es nicht weit. Eng anliegende Kleidung betrachtet die Zecke ebenfalls als sicheren Ort. Daher erfolgen Stiche häufig in der Hüftbeuge.

Nach Erreichen des endgültigen Ziels beginnt die Zecke, Blut zu saugen. Dies dauert zwischen zwei und acht Tagen. Daraus erklärt sich die vorherige Suche nach einer geschützten Stelle. Im langen Zeitraum der Nahrungs-Aufnahme besteht die Gefahr, dass der Wirt das Tier entfernt. Der Genitalbereich erfüllt die Anforderungen der Zecke an einen guten „Fressplatz“ in idealer Weise. Er ist bei der Selbstuntersuchung auf Zecken schwer einsehbar. Eine zusätzliche Tarnung bietet sich durch Schamhaare.

 

Eine Studie unter mehr als 10.000 Zeckenopfern zeigt, dass neben Kopf und Bauchgegend Zeckenbisse im Genitalbereich am häufigsten vorkommen. Der Intimbereich von Männern ist demnach beliebter als der von Frauen. Bei Kindern kommen Zecken dort selten vor. Die Erklärung der Experten lautet, dass der Kinderkopf im Verhältnis zum Rest des Körpers größer ist als bei Erwachsenen. Deshalb stellt er ein bevorzugtes Ziel für Zecken dar.

 

Spezielle Folgen des Zeckenbisses im Genitalbereich?

Fragen zu Zeckenbissen im Genitalbereich drehen sich darum, ob Zecken dort Geschlechtskrankheiten übertragen. Außerdem befürchten betroffene Männer die Beeinträchtigung der Spermienqualität und Frauen sorgen sich um ihre Fruchtbarkeit. Derartige Auswirkungen eines Zeckenbisses sind unbegründet. Gefährlich sind Borreliose und FSME – unabhängig davon, wo der Biss stattfindet.

 

Vorbeugung gegen einen Zeckenbiss im Genitalbereich

Da die Zecke nicht sofort zubeißt, sondern eine Stunde oder länger den für sie idealen Platz sucht, stehen die Chancen gut, sie rechtzeitig zu finden. Wer nach einer Wanderung oder einem Sonnenbad im Gras den Körper absucht, findet Zecken, bevor es zu spät ist. Bei der Kontrolle ist der Genitalbereich ein bevorzugtes Suchgebiet. Eine sorgfältige Suche, vor allem im Schamhaar ist angebracht, da dieses eine zusätzliche Versteck-Möglichkeit bietet.

Es gibt keine besonders anfälligen Menschen, die bevorzugtes Ziel von Zecken sind. Wer sich häufig im Freien aufhält, hat große Chancen, dem Gesundheits-Schädling zu begegnen. Je weniger Kleidung ein Mensch trägt, desto höher ist das Risiko. Derjenige, welcher an einem Badesee oder im Wald ein Sonnenbad nimmt, läuft eher Gefahr, mit einer Zecke in Berührung zu kommen. Es empfiehlt sich, eine Decke oder Matte als Unterlage zu benutzen und sich nicht direkt ins Gras zu legen.

 

Zeckenbiss im Genitalbereich bei Tieren

Bei Haustieren nisten sich Zecken ebenfalls gerne im Genitalbereich ein. Des verursacht häufig starken Juckreiz. Stellen der Tierbesitzer fest, dass Hund oder Katze dort vermehrt leckt, um das Jucken zu lindern, untersucht er das Tier auf Zecken. Vorhandene Parasiten entfernt er sofort, versorgt das Tier mit einem Zeckenmittel oder sucht einen Tierarzt auf.

 

Eine Zecke im Genitalbereich entfernen

Im Genitalbereich entfernt der Betroffene eine Zecke genauso, wie an anderen Körperstellen üblich. Dazu hält jede Apotheke Werkzeuge wie Zeckenzange oder Zeckenkarte bereit. Zur Beobachtung der Biss-Stelle nach dem Entfernen des Parasits gelten die gleichen Empfehlungen. Falls der Zugriff auf das Tier im Genitalbereich schwierig oder unangenehm ist, sucht der Betroffene einen Arzt auf.

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